Über uns
Vorstand und Beiräte
Der Vorstand der Kulturgemeinde besteht aus den beiden Vorsitzenden, dem Schriftführer, dem Schatzmeister und den Beiratsvorsitzenden für Musik und Theater. Die Beiräte der Kulturgemeinde verantworten zusammen mit der Stadt Wangen die Programme für die Theateraufführungen und die Wangener Altstadtkonzerte.
Kontakt zum Vorstand
Schatzmeister
Christian Haug
Telefon:
Vorsitzender des Musikbeirats
Georg Enderwitz
Telefon:
Gründung der Kulturgemeinde
07. September 1946: Ermächtigung der französischen Militärregierung zur Gründung der Kulturgemeinde.
11. September 1946: Gründung der Kulturgemeinde Wangen e.V. Der erste Vorsitzende war Buchdrucker Karl Walchner.
12. Dezember 1946: Endgültige schriftliche Genehmigung durch die Militärregierung. Die Gründung der Kulturgemeinde ist rechtens.
Über die Gründungsversammlung der Kulturgemeinde vom 11. September 1946 berichtete die Schwäbische Zeitung am 14. September:
Nach sorgfältigen Vorbereitungsarbeiten fand am Mittwochabend im Festsaal des Rathauses die Gründungsversammlung der Kulturgemeinde Wangen statt. Die Schaffung dieser kulturpolitischen Einrichtung entspringt dem pflichtbewußten Verantwortungsgefühl der Stadtverwaltung, der Pflege und Förderung unseres überkommenen Kulturgutes die gerade in der Schwere der Gegenwart so notwendige Aufmerksamkeit zu schenken. Wie Bürgermeister Uhl in seiner Einführungsansprache über die Entstehungsgeschichte der städtischen Kulturgemeinde betonte, ist dem Ausschuß derselben die Funktion eines beratenden Organs des Bürgermeisters in allen kulturellen Angelegenheiten zugedacht. Eine breite Grundlage aber soll sie durch die aktive Mitarbeit aller auf kulturellem Gebiet tätigen Personen der Stadt Wangen finden. […]
Der Vorsitzende des Vorstandes, Buchdruckereibesitzer Karl Walchner, verbreitete sich nach Konstituierung der Kulturgemeinde in kurzen Umrissen über deren Aufgaben im besonderen Hinblick auf die eigenschöpferische kulturelle Vergangenheit der Stadt Wangen. Auf dem Gebiete von Musik und Gesang sei früher Großes geleistet worden. Er gab in diesem Zusammenhang der Hoffnung Ausdruck, daß auch die ehedem auf hoher Stufe stehende Stadtkapelle wieder zu neuem Leben erwachen möge. Ferner erinnerte er an das einst von den Vereinen und freien Dilettanten-Bühnen gepflegte Theaterwesen und verband damit den Wunsch, die in der einheimischen Bevölkerung schlummernden Kräfte für diese schöne Aufgabe frei zu machen.
Die bildende Kunst sei in Wangen erfreulich gut vertreten. Eine große Ausstellung möge sie der Allgemeinheit erschließen. Als besonderes Anliegen bezeichnete der Vorsitzende die Erhaltung des prächtigen Stadtbildes und der alten Baudenkmäler, die sorgliche Pflege der Heimatkunde und die Sichtung und Ordnung des wertvollen städtischen Archives, womit bereits eine fachmännische Kraft beauftragt ist. Zum Schluß der denkwürdigen Gründungsversammlung dankte Verlagsdirektor Franz Walchner Bürgermeister Uhl für seine Initiative zur Erhaltung und Förderung der Kulturgüter der Stadt Wangen.
Über die Ziele der Kulturgemeinde berichtete die Schwäbische Zeitung am 6. Dezember 1946:
Die neu gegründete Städtische Kulturgemeinde Wangen im Allgäu […] stellt es sich zur Aufgabe, einerseits Kunst und Wissenschaft zu fördern, andererseits kulturschädigende Einflüsse abzuwehren. Neben dem deutschen soll das gesamteuropäische Kulturgut voll berücksichtigt werden. Insbesondere widmet sich die Kulturgemeinde folgenden Gebieten: der Pflege von Musik, Gesang, Literatur, Theater und Vortragswesen. Weiterhin gilt der Bildenden Kunst und der Heimatpflege ihre Aufmerksamkeit. Außerdem ist es ihre Aufgabe, unter der Bevölkerung Liebe und Verständnis für echte Kulturgüter zu wecken und zu entwickeln. Alle Einflüsse und Bestrebungen, die diesem Zweck entgegenstehen, sollen ferngehalten und durch entsprechende erzieherische Mittel in richtige Bahnen gelenkt werden.

